Die Geschichte des SV Grosselfingen

Der erste Sportverein in Grosselfingen 1948 – 1954


In der Zeit zwischen 1948 und 1954 bestand in Grosselfingen der erste Sportvereinbegründet und getragen von der Initiative heimatvertriebener Neubürger. Die Sportbegeisterung im Dorf übertrug sich schnell auf Alt und Jung, so dass der zunächst als FC Grosselfingen gegründete Verein rasch eine lebhafte Entwicklung nahm.
Eine 1. und 2. Mannschaft, Jugendmannschaften und sogar eine Tischtennisabteilung waren Bestandteil des Vereins. Zahlreiche gut besuchte Sportfeste mit Festumzügen, Motorradrennen, Boxkämpfen, Ochsen-Derby und natürlich auch Fußballspielen konnte der junge Verein vorweisen.
Die Vereinslokale waren im Wechsel die Gastwirtschaft „Zur Sonne“ Friedrich Hauck sowie die Gastwirtschaft Tobias Gerstmeyr.
Neben zahlreichen regulären Verbandsspielen gastierte sogar an Ostern (09.04.1950) die A-Jugend des BC Augsburg in Grosselfingen. Aus der BFV „Toto-Ausschüttung 1/51“ erhielt der junge Verein 1200,- DM – hiervon erstellte man eine Umkleidekabine. Der erste Eintrag im Kassenbuch (11.7.48) verzeichnete eine Einnahme von 5,20 DM aus dem Lagerhaustanz und der letzte Eintrag (31.12.54) schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 499,90 DM.
Nach nur 6 Jahren löste sich der SVG aufgrund von Spielermangel, auswärtigen Vereinsgründungen und fehlender Jugend leider wieder auf. Helmut Löschner war der letzte Vorstand des SVG.


Neugründung des SV Grosselfingen 1969


Im Gasthaus „Zur Sonne“ wurde der SVG am 12.12.1969 neu gegründet. Zu diesem Schritt entschloss man sich, da viele Grosselfinger –meist erfolgreich - aktiv in umliegenden Vereinen spielten und der Wunsch, einen eigenen Sportverein zu gründen, immer lauter wurde. 50 Personen traten schließlich dem Verein in seiner Gründungsversammlung bei. Zum 1. Vorstand wählten die Mitglieder Wolfgang Kasper, 2. Vorstand wurde Siegfried Volz. Als Vereinsfarben wurden in Erinnerung an den früheren Sportverein Rot und Weiß bestimmt.
Allerdings gab es bis zur ersten Partie des „neuen“ SVG viele Probleme zu bewältigen. Erst nach langem Hin und Her fand man ein Gelände, welches man als Sportplatz benutzen durfte – es war die Pachtwiese „Alter Sportplatz“ von dem 1. Hauptkassier des Vereins Karl Gerstenmeyer. Gleichzeitig aber begannen die Vorarbeiten für die Erstellung eines neuen Sportplatzes an der Eger („Egerstadion“) der dann nach vielen Mühen mit dem ersten A-Klassenspiel 1976 eröffnet wurde.


Von Anfang an erschien die Errichtung von Umkleidekabinen nötig. Da empfindlicher Geldmangel herrschte, begnügte man sich mit einem Holzbau, der im Wesentlichen aus Bauteilen einer ehemaligen Baracke bestand. Nach und nach baute man aus eigener Kraft an diesen Holzbau an, so dass man letztlich sein eigenes Sportheim erschuf. Neben den sanitären Einrichtungen wie Toiletten und Dusche erbaute man durch Eigenleistung einen Geräteraum, Strom- und Wasseranschlüsse, Trainingsbeleuchtung am Sportplatz (1971), Ballfangnetz an der Eger und Geländer um den Sportplatz (1976), Sportheimbedachung mit Ondulineplatten (1976), die Verrohrung eines Grabens am Sportplatz, usw. …


Im Februar 1970 wurde die erste Vereinssatzung errichtet, die heutige gültige Satzung verabschiedete die Generalversammlung vom 21.02.1975. Am 12.12.1975 wurde der SVG unter der Nummer 159 in das Vereinsregister eingetragen. Am 27.10.1978 erhielt der Verein die Nummer 497. In den Bayerischen Landes-Sportverband wurde der SVG am 09.06.1970 aufgenommen, in den Bayerischen Fußball-Verband  am 28.07.1970.
Das erste Spiel bestritt man am 02.08.1970. Die Reservemannschaft unterlag gegen den SV Hoppingen Ib mit 2:5 – die Erste Mannschaft hingegen gewann gegen die Gäste aus Hohenaltheim mit 5:4.

Schon in seiner ersten Saison schaffte der SVG einige kleine Überraschungen in der damaligen C-Klasse Nord I. Den favorisierten Utzwingern (dem späteren Meister) brachte man die einzige Saisonniederlage bei, Megesheim wurde geschlagen, Reimlingen besiegte man nach einem 3:0 Rückstand noch 5:3 und beim Absteiger Ederheim siegte man gar mit 5:4. Am Ende der Punktrunde war man mit einem 8. Platz sehr zufrieden. Sage und schreibe 45 Spiele verlangte man der Mannschaft im Gründungsjahr ab!
Die Reservemannschaft ging weniger erfolgreich aus dem Punktbetrieb – 4 Siege, 1 Unentschieden und 21 Niederlagen bedeuteten den vorletzten Platz.

Die Jugendmannschaft unter Fritz Feldmeier bestritt Ihr erstes Match am 16.08.1970. Gegen Alerheim verlor man mit 2:8. Zur Mannschaft gehörten hoffnungsvolle Nachwuchsspieler von denen einige auch in der Folgezeit ordentlich in der Ersten Mannschaft aufwirbeln sollten: Hans Keßler, Hans Steger, Karl-Heinz Schnell, Dieter Hänlein, Günter Link, Heinrich Hahn, Rudolf Rupp, Helmut Benninger, Willi Schnell, Frieder Schön und Karl Steinmeyer.


Die Saison 1971/1972 startete man in der C-Klasse Nord II und stand erstmals an der Tabellenspitze. Die Hoffnung auf eine konstante Verteidigung des 1. Platzes zerschlug sich leider. Die Reservemannschaft hingegen wurde bereits Meister in Ihrer Liga. Günter Wiedemann trat erstmals als Spielertrainer beim SVG in Erscheinung.


In der folgenden Spielzeit (1972/1973) dauerte es, bis die Erste Mannschaft Ihre Form fand – letztlich gelang es Ihr doch und man landete nur 4 Punkte hinter dem Meister Monheim. Die Reserve hielt Ihre Form hingegen und belegte einen erneut positiven dritten Platz. Die A-Jugend konnte bereits die Vizemeisterschaft erringen und man spielte erstmals mit einer C-Jugend!


In der Saison 1973/1974 befand sich die 1. Mannschaft im Umbruch und musste sich mit dem 7 Platz begnügen. Die Reserve belegte einen Mittelfeldplatz, die A-Jugend sah man in der Spitzengruppe und die neuformierte C-Jugend schaffte in Ihrem zweiten Jahr bereits die Vizemeisterschaft.


Darauf folgte nun das erste Meisterjahr (1974/75) des SVG. Neuzugang Reinhard Kraus und der Einsatz von Schabert Erwin jun., Schön Frieder und Steinmeyer Karl stärkten die Truppe bedeutend. Die Meisterschaft sicherte sich der SVG am letzten Spieltag mit einem 2:1 (Tore: Edenhofner Hans und Fritz Besel) gegen die favorisierten Löpsinger! Die Reserve belegte einen achtbaren 4. Platz, und beim 1. Raiffeisen-Wanderpokalturnier erreichte man den 2. Platz und beim Turnier in Möttingen wurde man Turniersieger. Die Runde wurde mit einer unvergesslichen Fahrt nach Paris abgeschlossen.

Der SVG - Wahnsinn ging im folgenden Jahr weiter. Als Aufsteiger in die B-Klasse sorgte man ordentlich für Furore und spielte über die gesamte Saison an der Spitze mit! Am Ende musste man sich nur viermal geschlagen geben und man stand mit Huisheim punktgleich an der Tabellenspitze. Im Entscheidungsspiel vor 600 Zuschauern siegte der SVG in Schwörsheim gegen den BC Huisheim klar mit 3:0 und fuhr erneut die Meisterschaft ein (17.06.1976)! Reinhard Kraus erzielte die meisten Saisontreffer (21). Man war gespannt auf die neue Saison….


Erstmals stand der SVG nun in der A-Klasse (1976/77) und man erwischte einen Start nach Maß! Erster Spieltag, erster Sieg, erster Tabellenplatz! Die Saison begann prima auf dem neuen Sportgelände an der Eger. Sollte der Wahnsinn weitergehen?! Obwohl, jeder wusste eigentlich, dass diese Spielklasse eine Art Abenteuer für den SVG darstellte und es von Anfang an um den Klassenerhalt ging, welcher auch am Ende der Spielzeit erreicht wurde. Auch die Reserve schlug sich in der neuen Klasse mit einem 4. Platz hervorragend. „Jim“ Benninger und Günter Wiedemann schufen den „Geißbock“, das erste SVG-Stadionheft welches über Jahre hinweg über die SVG-Heimspiele berichtete.


In der Spielzeit 1977/1978 neigte sich das „Abenteuer“ A–Klasse leider schon wieder dem Ende. Die Anforderungen, die die A-Klasse den beiden Seniorenmannschaften letztlich abverlangte waren wohl zu hoch. Zwar erkämpfte sich die 1. Mannschaft in einem langen, erfolgreichen Endspurt in der Rückrunde viele Punkte verlor aber letztlich das Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in Harburg gegen Bäumenheim mit 4:2 und musste absteigen. Spielertrainer Günter Wiedemann verließ zum Ende der Saison den Verein. Von 1972-1976 leistete er als Spieler und Trainer hervorragende Arbeit beim SVG und hatte maßgeblichen Anteil am „Senkrechtstarter Grosselfingen“!


Werner Steiner übernahm die Truppe im folgenden Jahr (1978/1979) und schaffte das, woran kaum einer glaubte: den sofortigen Wiederaufstieg! Als Tabellenzweiter hinter Marktoffingen musste wieder ein Entscheidungsspiel über den Aufstieg entscheiden. In Riedlingen setzte sich der SVG nach einer hart umkämpften Partie mit 2:1 gegen den SSV Steinheim durch! Die Reserve belegte dieses Jahr nur einen enttäuschenden vorletzten Platz.
Die A-Jugend hingegen konnte endlich Ihr großes Ziel erreichen: die Meisterschaft! Nach einigen mageren Jahren (als man aufgrund personeller Probleme kurz vor der Auflösung stand) schaffte man es schließlich dank einer guten Teamarbeit von Jugendleiter Martin Schütz, eines Jugendtrainers Hans Stegers und einer einsatzfreudigen Truppe. Schülerleiter Wolfgang Wittmann und die C- und E-Jugend hingegen hatten zu dieser Zeit Ihre liebe Not, genügend Spielerpersonal zu finden doch man kam irgendwie über die Runden.

 

 

10 Jahre SVG – Auf- und Abstieg im Stile einer Fahrstuhlmannschaft

 

Nach dem Wiederaufstieg in die A-Klasse wirkte fortan Walter Amerdinger als Coach (Saison 1979/80). Allerdings war der Start in die neue Saison alles andere als verheißungsvoll – die Vorrunde beendete man mit der „roten Laterne“ und nur 5 Punkten. Diesen großen Punkterückstand konnte der SVG auch bis zum Ende der Runde nicht mehr ausgleichen. Neben dem erneuten Abstieg verlor man auch noch Dieter Hänlein – einen der talentiertesten Spieler – an den Landesligisten TSV Nördlingen.
Die Reserve kam auch in diesem Jahr einfach nicht über den vorletzten Tabellenplatz hinaus. Die neuen jungen Spieler mussten wohl erst Fuß fassen und häufig verlor man auch unter Wert da man beste Siegchancen nicht nutzte. Bemerkenswert waren aber Ergebnisse gegen damalige Erste Mannschaften, wovon eines sogar mit 10:0 gewonnen wurde und Hänlein Helmut allein vier Tore gelangen.
Die C- und A- Jugendmannschaften hielten sich wacker, doch leider ohne große Erfolge. Eine E-Jugend konnte in diesem Spieljahr leider nicht gestellt werden.

Am 29. Februar 1980 wurde eine AH-Mannschaft gegründet die am 31.05. ihr Debüt gegen Reimlingen (0:0) feierte. Die ersten Schiedsrichterprüfungen legten Karl Hahn und Jim Benninger erfolgreich ab.   


In diesem Jahr (8.-10. August 1980) feierte man das 10-jährige Vereinsjubiläum. Ein C-Junioren Einlagespiel gegen die SG Alerheim verlor der SVG gleich mit 19:0 und eine Erinnerungspartie gegen die Mannschaft des SV Hohenaltheim (mit den damaligen Mannschaften des 1. Spiels in der SVG-Geschichte von 1970) beendete den sportlichen Tag. Abends stand im Zelt noch ein Steinlupfwettbewerb an. Am Samstag spielte die SVG -Reserve gegen Balgheim und eine gemischte Jugendmannschaft des TSV Nördlingen traf auf die SVG-Jugend.  Ein Pokalturnier mit den Teams aus Möttingen, Deiningen, Bissingen und Alerheim fand im Vorfeld des Einlagespiels zwischen dem SVG und dem Bezirksligisten Lauingen statt. Dieses Match konnte der SVG sage und schreibe mit 4:3 gewinnen. Am Festsonntag standen die Platzierungsspiele des Turniers an, welches Möttingen im Endspiel gegen Deiningen mit 9:0 für sich entscheiden konnte. Den Sonntag gestaltete der Schäferhundverein Nördlingen mit einer Hundedressurschau mit und der Tag wurde letztlich mit der Gruppe Colibris musikalisch abgerundet.
Nach 10 Jahren konnte man auf eine durchaus positive Bilanz zurückblicken: 5 Jahre C-Klasse, 2 Jahre B-Klasse und 3 Jahre A-Klasse. 373 Spiele bestritt die 1. Mannschaft vom 02.08.1970-01.06.1980, 264 die 2.Mannschaft im gleichen Zeitraum. Die A-Jugend vom 16.08.1970 bis 07.06.1980 284 Spiele, die C-Jugend vom 14.06.1972 bis 07.06.1980 191 Spiele und die E-Jugend vom 15.09.1974 bis 29.04.1979 78 Spiele.

 

 

Der Sportheimbrand am 16.08.1980:


Das erfreuliche Fest und die positive Bilanz wurden am Samstag, 16. August 1980 – nur eine Woche nach den Feierlichkeiten zum 10-jährigen – mit einem Schlag zunichte gemacht. Das Vereinsheim brannte nieder – eine Katastrophe! Ein Feuer am frühen Samstagmorgen vernichtete das aus Holz gebaute SVG-Heim bis auf die Grundmauern. Lediglich den Duschraum und den Anbau konnte die Feuerwehr retten. Der SVG stand praktisch vor dem Nichts – ein Sachschaden von 80.000 Mark, keine Bälle und keine Trikots…
Doch der Form der Ersten Mannschaft tat das in der Folgesaison (1980-1981) nicht all zu viel. Am Ende der Saison stand der SVG auf dem Tabellenplatz der zwar nicht bei allen als Erfolg angesehen wurde, doch letztlich unter den Umständen sehr akzeptabel war. Reinhard Kraus (genannt „Hase“) erzielte in dieser Punktrunde das 1.000ste SVG-Tor!
Die Reserve schlug sich auch dieses Jahr mehr im „Unterhaus der Liga“ als in der oberen Tabellenhälfte herum . Erstmals seit Gründung der A-Jugend konnte man keine eigenständige Jugend mehr gründen und man strebte mit dem SV Großsorheim eine Spielgemeinschaft an. Die Großsorheimer hatten die gleichen Probleme wie der SVG und man arbeitete hervorragend 5 Jahre zusammen.


1981/82 erlangte der SVG wieder zu alter Stärke. Hinter der alten Nördlinger Turnhalle besiegte man unter anderem den TSV Nördlingen Ib mit 4:0 und blieb 13 Spiele ohne Niederlage. Nachdem man den Zweiten Fremdingen 2:1 schlug hatte man somit auch die Tabellenführung inne und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab. Eindrucksvoll das 3:0 beim Verfolger Huisheim und das 5:0 als Meister in Fremdingen. Auch beim Raiffeisen-Turnier in Nähermemmingen wurde mit 2:1 gegen Nördlingen Ib gewonnen (500 DM) und die Saison mehr als positiv abgeschlossen.
Die Reserve und die A-Jugend belegten Plätze im hinteren Mittelfeld der Tabelle.


Im darauffolgenden A-Klassen Jahr (1982/1983) schaffte der SVG die beste Platzierung seit Gründung des Vereins! Am Ende stand man auf dem 5. Tabellenplatz – unter anderem siegte man erstmals beim Lokalrivalen TSV Möttingen. Die größte Sensation gelang der Amerdinger-Truppe allerdings im DFB-Pokal gegen den TSV Nördlingen. Der SVG gewann gegen den großen Favoriten mit 4:3. Die Reserve wurde abermals nur Vorletzter – die A-Jugend wurde Siebter.


Den Erfolg vom Vorjahr konnte man in der Saison 1983/1984 wider aller Erwartungen fortsetzen und man klopfte sogar an die Tür zur Bezirksliga! Ein durchwachsener Start in die Punktrunde mit der ersten Heimniederlage seit einem Jahr (!!!) und sieben Spielen ohne Sieg bedeutete Platz Elf. Als jedoch Käpt´n „Fiddel“ Besel wieder einlief, riss der SVG das Ruder rum und mit 10:2 Punkten in Folge sowie einem ersten Sieg beim Rivalen Schwörsheim sah es wieder beruhigender aus. Ein 2:1 Sieg gegen Nördlingen Ib, ein 1:1 beim Spitzenreiter Dillingen und zwei Serien brachten im letzten Spiel in Unterglauheim sogar noch die Möglichkeit, Aufstiegsplatz 2 zu erreichen – doch eine 0:2 Niederlage ließ die Gastgeber zum Meister werden und den SVG in der A-Klasse.
Nach einigen mageren Jahren endlich wieder ein positives Signal der Reserve. Den besten Platz seit Jahren erreichte man mit dem (Stamm-) Team: Leipert, Hoffmann, D. Schabert, K. Hänlein, della-Guardia, Klügl, B. Gerstenmeyer, Schüle, Frank, Neher und K. Schabert. Neben der A-Jugend wurde die Spielgemeinschaft mit Großsorheim in diesem Jahr um eine B-Jugend erweitert. Platz 4 und Platz 10 standen am Ende zu Buche.


Der Fall aus allen Wolken nun in der neuen Spielzeit 1984/1985. Nach den beiden vorigen phänomenalen Jahren landete der SVG wieder auf dem Boden. Nachdem zunächst noch das Raiffeisenturnier auf eigenem Platz gegen Nördlingen Ib gewonnen werden konnte, erkannte man in der Liga bald die Verluste (teils durch Verletzung, teils durch Rückzug) von renommierten Spielern wie Günter Kraus, H. Steger, K. Hußel, K. Steinmeyer, Reinhard Kraus, F. Besel und F. Schön und musste sich letztlich mit 5 Punkten Rückstand zum Vorletzten mit dem überraschenden Abstieg abfinden.
Neben einer Ib hatte der SVG in diesem Jahr erstmals sogar auch eine 2b
, für ein kleines Dörfchen mit damals nur knapp 420 Einwohnern beeindruckend. Die Ib belegte wiederum einen Mittelfeldplatz und die 2b wurde im Gründungsjahr 11.

Nach der Watsch´n im Vorjahr hatte der SVG sich 1985/1986 wieder gefangen und man wurde seinem Ruf als „Fahrstuhlelf“ gerecht: man wurde sofort wieder Meister! Das Raiffeisenturnier in Hohenaltheim gewann man deutlich und auch die Punktrunde begann mit 8 Siegen hintereinander zuversichtlich. Nach der ersten Niederlage der Saison in Maihingen kam die „große Krise“. Es folgten eine Niederlage, zwei Unentschieden und am letzten Spieltag der Vorrunde eine Heimniederlage gegen den Letzten Wallerstein. Trotzdem der SVG immer noch Tabellenführer war, wurde zur Winterpause der Trainer gewechselt. Auf Coach Walter Amerdinger folgte Manfred Stahl. Nach zwei Unentschieden zu Beginn der Rückrunde kam der SVG-Express wieder ins Rollen. Eine Siegesserie mit nur noch zwei Unentschieden bedeuteten die Meisterschaft.
Auch die Reserve ließ dieses Jahr aufhorchen. Nur knapp verpasste die Truppe ebenfalls die Meisterschaft. A- und B- Jugend belegten wieder die gewohnten Mittelfeldplätze.

1986/1987 schaffte man mit Stahl als Trainer und drei Neuzugängen (Mario Sabatini, Jürgen Brenner und Jürgen Offinger) den Klassenerhalt in der A-Klasse Nord. Nachdem man kurzzeitig Dritter war fand man sich doch recht schnell wieder im Abstiegskampf. Nach einer guten Serie in der Rückrunde konnte sich die Truppe doch den Niederungen der Tabelle entziehen und man belegte letztlich den 9. Platz.
Wieder ins Mittelfeld der Liga rutschte auch die Reservemannschaft. Bemerkenswert in dieser Punktrunde war das Spiel am 26.04. in Bissingen als Helmut Hänlein („Schelle“) beim 5:2 für den SVG alle fünf Tore schoss!

Ab 1986 gingen in der Jugend beide Vereine (SVG - Großsorheim) wieder Ihre eigenen Wege. Gleichzeitig gaben auch die damaligen Jugendleiter Johann Baumgärtner und Fritz Besel Ihre Ämter ab. Auch Oswald Niederhuber, der über Jahre hinweg der Stellvertreter Besel`s war, gab seinen Posten ab. Dank Klaus Niederhuber und Siegfried Gerstenmeyer konnten beide Positionen aber wieder besetzt werden. Trotz personeller Probleme stellte man sich den Gegnern. Durch einen starken nachkommenden Jahrgang konnten die Personalschwierigkeiten wieder überwunden werden.

 

Ab 1987/1988 ging es rasant bergab!


Ab der Saison 1987/1988 ging es beim SVG allerdings mit dem Fahrstuhl rapide nach unten! Trotz einem erfolgreichen und amüsanten Mannschaftsausflug nach Bulgarien und einer guten Startphase im Ligabetrieb (kurzzeitig 5.) stand man nach einer 1:11 Punkteserie plötzlich auf dem 14. Tabellenplatz. Auch die Rückrunde begann zunächst recht aussichtslos. Nach drei Siegen allerdings schöpfte man beim SVG nochmals Hoffnung auf den Klassenerhalt. Auch im letzten Saisonspiel wurde der Meister VSC Donauwörth mit 4:0 besiegt. Somit musste man als Viertletzter zunächst gegen die punktgleichen Minderoffinger ran. Relativ unmotiviert unterlag man aber 3:1 und auch im zweiten Entscheidungsspiel unterlag man Eggelstetten deutlich und enttäuschend mit 3:0. Wahrscheinlich waren die ganzen Personaldebatten und Spekulationen um den Abgang von zehn Spielern (Mario und Roland Sabatini, Jürgen Offinger, Fritz Walpertinger, Jürgen Kornmann, Heinz Spielvogel, usw.) sowie auch dem Rückzug von Trainer Manfred Stahl nicht ganz unerheblich an den Umständen. Den gleichen Platz wie im Vorjahr belegte hingegen die Reserve und wurde abermals Tabellenelfter. 


Mit neuem Trainer Jim Benninger und neuer Mannschaft startete der SVG in die Saison 1988/89 und musste sich gegen die eingespielten Teams behaupten. Die Kleinerdlinger Vereinsgründung und die sonstigen Abwanderungen hatten den SVG derart dezimiert, dass man nur mit Mühe den Reservebetrieb aufrecht erhalten konnte. Überraschend siegte der SVG doch noch beim Raiffeisenturnier in Nähermemmingen und besiegte im Finale Löpsingen mit 5:3. In der laufenden Punktrunde stand man nach der Hinrunde auf dem Letzten Platz. In der Rückrunde siegte man zwar viermal in fünf Spielen doch konnte man den Abstieg nicht verhindern und stieg innerhalb von zwei Jahren erneut ab.
Nur mit Hilfe der AH konnte die Reserve weitermachen und belegte einen Mittelfeldplatz am Ende. Die A-Jugend erlebte eine große Enttäuschung nach hochgesteckten Zielen und belegte Platz 7.

 

20 Jahre SVG – im Tal der Tränen


In der Saison 1989/90 fand man sich nach 14 Jahren Fußball in höheren Gefilden in der untersten Klasse wieder. Nochmals verließen mit Jürgen Brenner und Dieter Frisch zwei auswärtige Spieler den Verein. Wieder mussten A-Jugendliche die Löcher stopfen. Nach einer guten Vorbereitung sah es in der Punktrunde bald wieder wie gewohnt aus. Erst gegen schwache Mannschaften konnte man punkten. Wenn auch einige gute Spiele im ersten C-Klassenjahr dabei waren, belegte man letztendlich einen enttäuschenden Platz 11. Vom 01.-04.06.1990 feierte man trotz allem sein 20-jähriges Bestehen – feiern konnte man schon immer.
Die Reserve tat sich mit Routiniers aus der AH und der Jugend leichter und stieß bis auf Rang vier vor. Zum Ende wurde es zumindest ein Mittelfeldplatz. Durch das altersbedingte Ausscheiden von acht Spielern hatte man große Probleme, eine A-Jugend zu stellen. Mit nur 13 Spielern ging es in die Runde. Immer wiederkehrende Aufstellungssorgen aber auch mangelnde Einsatzbereitschaft waren verantwortlich dafür, dass man über einen enttäuschenden vorletzten Platz nicht hinaus kam. Immerhin wurde 1989 wieder eine F + E-Jugend unter Schülerleiter Hans Edenhofner gegründet.
In dieser schweren Zeit nahm der SVG unter dem damaligen „neuen“ Vorsitzenden Fritz Besel den Bau der jetzigen Sportanlage in Angriff. Nach anfänglich geschätzten 175.000 DM erhöhte sich der Mehraufwand für Hauptspielfeld und Trainingsplatz mit Beleuchtung sowie Flutmulde noch um Einiges, trotz hervorragender 5.000 Stunden Eigenleistung.


In der folgenden Saison 1990/91 belegte der arg gebeutelte SVG nur mehr den 12. Platz. Ein Jahr später (1991/1992) kletterte man unter dem neuen Trainer Günter Kraus („Gag“) kurzzeitig auf einen einstelligen Tabellenplatz (9.), allerdings landete man im darauf folgenden Spieljahr 1992/1993 wieder auf Platz 13.

 

In folgender Saison (93/94) erneut ein Trainerwechsel, Vorstand Fritz Besel übernahm das Ruder. Nach der Vorrunde stand man auf einem hervorragenden 3. Platz. Nachdem man aber in der Rückrunde kein Spiel mehr gewann, wurde die Runde auf dem 14. Platz von 16 Teams abgeschlossen, ehe man im neuen Jahr mit Platz 8 von 16 Teams endlich wieder einen einstelligen Tabellenplatz (94/95) erreichte.


Auf Fritz Besel folgte beim SVG in der neuen Runde Fritz Feldmeier – die Saison 1995/1996 begann vielversprechend. 5 Siegen in Folge und dem 4. Platz in der Hochzeit in diesem Spieljahr folgte letztlich „nur“ wieder der 8. Tabellenplatz. 1996/1997 landete man bereits wieder auf einem zweistelligen Tabellenplatz – Platz 10 – und Fritz Feldmeier brach seine Zelte beim SVG in Richtung Unterringingen ab.


Rainer Österle übernahm nun die sportliche Leitung als Spielertrainer. 1997/1998 belegte man im ersten Jahr den 13 Tabellenplatz. 1998/1999 holte man bereits 28 Punkte und freute sich am Ende über einen für „SVG - Verhältnisse“ guten 7. Platz. Diesmal in der „neubezeichneten“ Liga, der A-Klasse Nord I. Eine C-Klasse gab es fortan nicht mehr – so wurde auch die damalige A-Klasse in Kreisliga umbenannt und die B-Klasse in Kreisklasse.

 

30 jähriges Jubiläum – zu allem Überfluss noch die „Rote Laterne“ in der C-Klasse


Walter Amerdinger sollte es nun an alter Wirkungsstätte erneut richten – die Hoffnung, wieder den ruhmreichen Verein nach vorne zu bringen schwelte kurz auf! Aber zum Ende der Saison 1999/2000 stand der SVG erstmals auf dem letzten Platz in der untersten Liga, und das mit dem Minusrekord von nur 7 Punkten.
Zum 30-jährigen Vereinsjubiläum, welches man 2000 feierte, bekam man also die „Rote Laterne“ geschenkt. Die Feierlichkeiten gingen über drei Tage. Es begann mit einer Rockfete am Freitag und klang mit einem Pokalturnier am Sonntag aus.


2000/2001 belegte man aber wieder nur den Drittletzten Rang (11) und 2001/2002 wurde man sogar nur Vorletzter (11. Platz).


Wieder einmal war es ein Trainerwechsel, mit dem man sich erhoffte, die sportliche Talfahrt stoppen zu können. 2002 folgte Spielertrainer Andreas Kluger. Im ersten Jahr 2002/2003 wurde man wiederum nur Vorletzter – Platz 12 von 13 Mannschaften.
2003/2004 belegte man einen etwas erfreulicheren 11. Platz von insgesamt 14 Teams. In diesem Jahr schaffte es allerdings zum Ersten Mal die Reservemannschaft, die „Rote Laterne“ nach Grosselfingen zu bringen.
Ähnlich verlief das folgende Spieljahr 2004/2005 – Platz 10 in der Tabelle von 13 Mannschaften und 27 Punkte – zufrieden konnte man auch mit dieser Platzierung nicht sein.
Die Reserveelf hingegen belegte in diesem Jahr einen achtbaren Mittelfeldplatz (Platz 7 von 12) und man konnte mit der Saisonleistung zufrieden sein.

Immerhin, obwohl es im sportlichen Bereich nicht rund lief, hatte man auf der geselligen Seite keine Probleme. Wiederum investierte man in eine bauliche Maßnahme die mittlerweile eine unumgängliche wurde: die alte Sportheimküche wurde erneuert und das komplette Sport- und Schützenheim wurde erweitert, um eine Bewirtschaftung für die Zukunft im Sportheim gewährleisten zu können.

Nachdem die Saison 2005/2006 auf dem letzten Platz abgeschlossen wurde, beendete Andreas Kluger seine Trainertätigkeit beim SVG. Manfred Fischer übernahm ab dieser Saison die Reserveleitung. Diese kam jedoch über einen drittletzten Platz in dieser Runde nicht hinaus.


2006/2007 belegte man unter dem neuen Spielertrainer Matthias Hirschbeck den Vorletzten Platz, allerdings mit der Rekordmarke von 94 Gegentoren!

In der folgenden Spielzeit 2007/2008 kam dann auch das Ende von Matthias Hirschbeck. Eine blamable Vorstellung am letzten Spieltag in Hohenaltheim und eine 2:4 Niederlage bedeuteten wieder einmal für den SVG, das Tabellenschlusslicht zu sein.
Die Reserve schloss mit einem achtbaren Mittelfeldplatz die Punktrunde ab – Achter von 13 Mannschaften und 28 Punkten war in Ordnung.


Als neuer Trainer konnte Richard Deffner gewonnen werden. Im ersten Jahr 2008/2009 wurde man wieder einmal Vorletzter. Die neuen aber noch recht jungen Spieler wie Steinmeyer Maik, die Gebrüder Sieber Marc und Michael sowie die mittlerweile schon „reiferen“ Bschor Reiner, Holzmeier Martin, Grau Matthias, Hänlein Markus und die Routiniers um Holzinger Bernd, Mielich Thomas und Sieber Alexander konnten sich nicht so präsentieren, wie man es sich gewünscht hätte. Auch die Truppe von der Reserve erreichte nur einen Platz im hinteren Mittelfeld.


2009/2010 endlich wieder ein besseres sportliches Jahr für den SVG! Von 15 Mannschaften wurde man Elfter mit nur 3 Punkten Rückstand auf einen einstelligen Tabellenplatz. Schnabel Michael ergänzte noch das Team vom Vorjahr. Leider dauerte dieser „kleine Höhenflug“ nur für kurze Zeit an. Die Reserveelf landete erneut nur im hinteren Niemandsland der Tabelle.

 

40 Jahre SVG – Ende der Fahnenstange?


Vom 09.-11. Juli 2010 wurde im Bierzelt das 40-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Manfred Fischer drückte dem Fest als Schirmherr seine ganz eigene Note auf.
Die Punktrunde startete man mutlos und wurde bisher ordentlich abgewatscht – ein Vorletzter Platz der Ersten Mannschaft und eine „Rote Laterne“ der Reserve stehen nach Abschluss der Hinrunde zu Buche. Fischer Manfred beendete nach vielen Jahren seine Tätigkeit als Reservecoach – dieses Amt, sowie den Posten des Abteilungsleiters übernahm nun Mühlbacher Michael.


Ein großer ökologischer Schritt wurde mit dem Bau einer Wärmeleitung von der Biogasanlage der Familie Bschor ins Sport- und Schützenheim gemacht. 375 Meter Leitung wurden in fast kompletter Eigenleistung gelegt! Fischer Manfred verbrachte 170 freiwillige Stunden mit seinem Bagger auf dieser Baustelle und spendete die dabei verbrauchten rd. 580 Liter Diesel! Eine beispiellose Aktion!


Grosselfingen im Februar 2011, V.i.S.d.V. Mühlbacher Michael

(mit Hilfe der Schriftstücke zum 10- und 20 jährigen von Wolfgang Kasper sowie der Schriften von Jim Benninger)

   

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